Der 1. Dezember ist Nationalfeiertag in Rumänien ein ganz besonderer Tag, das Land feiert seinen Nationalfeiertag. Im Jahr 1918 fand an diesem Tag die Vereinigung zum Staate Großrumänien statt. Zuvor bestand das Königreich Rumänien aus der Moldau und der Walachei, ab 1918 wurde die Vereinigung mit Siebenbürgen, Bukowina, Bessarabien, Banat und Kreisch Land vollzogen, ab diesem Tag galt die Bezeichnung Großrumänien. Zum Nationalfeiertag in Rumänien wurde der 1. Dezember allerdings erst 1989 erklärt, nachdem der Kommunismus gefallen war.

Traditionen zum Nationalfeiertag in Rumänien

Traditionell gibt es am 1. Dezember ein breites Angebot an Veranstaltungen in Rumänien. Von klein bis groß sind alle Rumänen an diesem Tag früh auf den Beinen. Es wird gekocht, vorbereitet und gewartet. Denn zu den Highlights gehört die jedes Jahr stattfindende Parade, die von den rumänischen Streitkräften durchgeführt wird. Sie marschieren durch Bukarest und fliegen mit ihren Militärflugzeugen darüber. Auch zahlreiche kulturelle Veranstaltungen werden an diesem Tag begangen. In den Familien selbst gehört der Nationalfeiertag in Rumänien zu einer beliebten Tradition, der mit vielen leckeren Speisen und Gemeinsamkeit mit der Familie begangen wird. Eines der klassischen Gerichte, die an diesem Tag serviert werden, ist ein Bohnengericht namens Iahnie de fasole, welches du auch zu Hause nachkochen kannst!

Das Rezept für eine traditionell rumänische Iahnie de fasole:

Die Zutaten für 4 Personen:

400 g weiße Bohnen

4 Zehnen Knoblauch

2 TL Paprika, edelsüß

3 Zwiebeln, rot

1 Bündel Thymian

1 Lorbeerblatt

4 EL Öl

4 EL Tomatenmark

So geht’s:

1. Die Vorbereitungen für diesen traditionellen Bohneneintopf beginnen schon am Abend vor dem 1. Dezember. Die weißen Bohnen werden in Rumänien meist frisch geerntet oder beim Gemüsehändler gekauft. Vom Abend bis zum Morgen müssen sie in einem Topf mit Wasser einweichen. Anschließend gießt du sie ab, füllst Wasser in einen Topf und kochst die Bohnen darin für ca. 10 Minuten. Gieße sie nun wieder ab.

2. Schneide die Zwiebel in Stücke und gib den Knoblauch in eine Presse. Anschließend erhitzt du etwas Öl in der Pfanne und brätst die Zwiebeln darin glasig an. Füge nun die Bohnen hinzu und gieße alles mit ein wenig Wasser auf.

3. In einer gesonderten Schüssel rührst du das Tomatenmark, mit einem Schuss Wasser, Salz und Pfeffer und dem Paprikapulver zu einer Paste. Wasche nun den Thymian, hacke ihn vorsichtig und gib ihn in die Tomaten-Paste. Gib die Tomatenpaste nun zu den Bohnen und rühre alles gründlich unter. Lasse die Masse nun langsam und auf kleiner Flamme einkochen.

Tipp: In Rumänien ist es üblich, diesen Eintopf ohne Fleisch oder mit Fleisch zu verzehren. Gern braten die Rumänen zuvor Rindsbratwürste an und lassen die dann im Eintopf mit kochen.

Vorweihnachtlicher Nationalfeiertag in Rumänien

Die Vorweihnachtszeit ist in Rumänien nicht so stark ausgeprägt wie in Deutschland. Traditionell gibt es allerdings einige Glaubensrichtungen, die ab dem 14. November auf Fleisch und Fisch verzichten und fasten. Daher ist der Bohneneintopf ein Gericht, was normalerweise häufig mit Fleisch, am 1. Dezember aber in der Regel ohne Fleisch serviert wird. Ausnahmen gibt es in Familien, die keine Fastenkultur vor Weihnachten durchführen.

Zum Eintopf wird oft ein klassisches und einfaches Weißbrot gereicht. Die weißen Bohnen gelten hierzulande oft als arme Leute Essen, sind in Rumänien aber Teil des Speiseplans, da sie einen sehr ausgeprägten Sättigungsgrad haben. An vielen Veranstaltungen, die am 1. Dezember in Rumänien stattfinden, wird traditionell Bohnensuppe zum Verkauf an Ständen angeboten.

Auf Nachspeisen wird meist verzichtet, denn die Weihnachtszeit ist geprägt von einem exzessiven Verzehr von Torten und Kuchen. In den Wochen davor ist der Süßkonsum allerdings weniger verbreitet, daher gibt es kaum Nachspeisen und Süßigkeiten am Nationalfeiertag. Gelegentlich wird zur Vorspeise eine Platte mit Muraturi – sauer eingelegtem Gemüse gereicht.