Die Balkanmetropole Rumänien wird immer mehr zum beliebten Reiseziel in der EU. Herzliche Einwohner, jahrhundertealte Traditionen und eine bezaubernde Landschaft laden zum Erholen ein. Und ihre Gastfreundlichkeit stellen die Rumänen vor allem gern beim Essen unter Beweis. Denn das Motto lautet: Wo gegessen und getrunken wird, sind die Menschen fröhlich. Meist besteht ein typisch rumänisches Festmahl aus vier Gängen. Denn in Rumänien muss es nicht nur lecker, sondern auch reichhaltig sein. Und selbst wer sich bei Vorspeise und Hauptgängen schon um Kopf und Kragen gefuttert hat, wird zu einem typisch rumänischen Dessert nicht Nein sagen können. Zwei rumänische Süßspeisen – Klassiker, die sich auch selbst zubereiten lassen, im Folgenden. 

Rumänische Süßspeisen – Vargabéles – in Siebenbürgen ein Genuss 

Rund um Siebenbürgen und Banat gehört Vargabéles zu den am häufigsten verzehrten Desserts. Geschmacklich erinnert die Süßspeise an einen Kuchen, praktisch handelt es sich jedoch um einen Nudelpudding, der mit süßem Käse verfeinert wurde. Für die Selbstzubereitung werden folgende Zutaten benötigt: 

200 g Bandnudeln 

500 g Hüttenkäse

200 g Crème Fraiche

abgeriebene Schale einer Zitrone

1 Paket Yufkateig  

50 g geschmolzene Butter

6 EL Zucker 

4 Eier 

Nachdem die Nudeln nach Packungsanleitung gekocht wurden, werden sie abgeschreckt und beiseite gestellt. Nun müssen die Eier getrennt werden. Das Eigelb wird zusammen mit der Crème Fraiche, dem Zucker, der Zitronenschale und dem Hüttenkäse zu einer Masse gerührt. Anschließend werden die erkalteten Nudeln hinzugegeben. Am Schluss muss das Eiweiß steif geschlagen und untergehoben werden. 


In eine eingefettete Auflaufform werden drei Schichten Yufkateig gelegt, die zwischendrin mit der geschmolzenen Butter bestrichen werden. Nun kommt die Nudelfüllung auf den Teigboden und anschließend wird wieder mit drei Schichten Teig abgedeckt. Bei 175 Grad Umluft beträgt die Backzeit 30 Minuten. 

Papana?i – eine der liebsten Süßspeisen in Rumänien

Wer nach einer Empfehlung fragt, wird Papana?i zu hören bekommen. Die rund geformten Happen bestehen aus süßem Käse, frittiertem Teig und Sauerrahm, garniert mit ein paar Klecksen Marmelade. Das Ursprungsrezept stammt aus Moldawien, doch mittlerweile gibt es Papana?i in allen rumänischen Restaurants als beliebtes Dessert. Die Zubereitung zu Hause ist nicht schwer und mit folgendem Rezept möglich: 

500 g Quark (40 %)

2 Eier

1 TL Natron

120 g Zucker

350 g Mehl

ausreichend Rapsöl zum frittieren 

200 g Sauerrahm 

8 EL Sauerkirschmarmelade 

1/2 ausgepresste Zitrone

Der Quark muss über Nacht abtropfen, hierfür eignet sich ein abgedecktes Sieb, mit einem Teller darunter. Wenn der Quark ausgetrocknet ist, wird er mit Eiern, Salz, Zucker und Zitronensaft vermischt. Anschließend wird das Natron untergerührt. Ist der Teig aufgrund der Restfeuchtigkeit des Quarks noch zu nass, kann er mit Mehl künstlich getrocknet werden. 


Das Rapsöl wird in einem großen Topf erhitzt, bis es leicht zu sieden beginnt. Hier ist es ratsam, mit einem Thermometer zu arbeiten, um die perfekte Frittier-Temperatur zu ermitteln. Aus der Teigmasse werden nun acht größere und acht kleine Kugeln geformt, wobei in die großen Kugeln ein Loch gebohrt werden muss. Sie sollen die Form eines Donuts bekommen. 

Nacheinander werden nun alle Teigringe und die Kugeln im Fett ausgebacken und anschließend zum Abtropfen auf ein Küchenpapier gegeben. Währenddessen wird das Topping zubereitet. Hierfür wird der Sauerrahm mit etwas Leitungswasser glattgerührt. Anschließend wird ein Gebäckring auf den Teller gegeben und mit einer Gebäckkugel verziert. Nun wird zunächst der Sauerrahm und anschließend die Marmelade darüber gegeben. 

Rumänische Süßspeisen – Gebäck überaus beliebt

Im Rumänien haben Gebäcke einen höheren Stellenwert als Pudding und cremige Süßspeisen. Auch Quark und Joghurt werden eher zur Herstellung von Nachspeisen verwendet, aber weniger pur verzehrt. Sehr häufig kommt außerdem süßer, rumänischer Käse (Hüttenkäse) zum Einsatz. Er eignet sich für die Zubereitung herzhafter Speisen, insbesondere aber auch für die Bereitung süßer Köstlichkeiten, die das rumänische Festmahl beenden. Auf den Nachtisch in Rumänien sollte man nicht verzichten, er ist das Highlight der Mahlzeit.