In der rumänischen Küche spielen Suppen eine große Rolle. Traditionell wird die sogenannte Ciorb?, eine charakteristische Säure, für Suppen verwendet. Ob Kutteln, Fleisch- und Gemüsesuppen, Fischsuppen oder Kalbsfußsuppen, die Auswahl ist groß und mittels Sauerkrautsaft, Zitronensaft oder Essig wird der typisch saure Geschmack hervorgerufen. 

Rumänische Suppen Traditionen 

Ciorb? ist die traditionelle Suppe Rumäniens, die aus Fleisch und Gemüse hergestellt wird. Als Hauptgewürz wird Liebstöckel verwendet, gesäuert wird wahlweise mit Sauerkrautsaft, Bors oder Molke. Die Auswahl an Gemüse kann variieren, typisch ist jedoch die Verwendung von Sellerie, Möhren, Weißkohl, Zwiebeln und Lorbeerblättern. Auch Erbsen finden oft ihren Weg in die Suppe. 

Auch wenn die Wahl des Fleisches recht frei ist, sind kleine Fleischklößchen als Einlage für die Ciorb? besonders beliebt. Sie werden aus Rinderhackfleisch, ein wenig Reis, glatter Petersilie und Zwiebeln zubereitet und dann in der Sauce gegart. 

Rezept für die klassische Ciorb? 

Zutaten für die Suppe: 

200 g Knollensellerie 

2 Karotten 

150 g Weißkohl 

2 EL Rapsöl

2 Lorbeerblätter

1/2 Stange Lauch 

2 Petersilienwurzeln 

200 g TK-Erbsen 

250 g Sauerrahm 

100 ml Sauerkrautsaft 

Salz, Pfeffer 

Für die Fleischklöpse: 

1 Bund Petersilie (glatt)

500 g Hackfleisch vom Rind

1 großes Ei

1 Zwiebel 

Für die Zubereitung der Suppe wird das Gemüse gewaschen und abgetrocknet. Der Lauch wird in Ringe, der Sellerie in Würfel geschnitten. Auch Petersilienwurzeln und Karotten werden gewürfelt, der Weißkohl in Streifen geteilt. Zum Schluss wird die Zwiebel in Würfelchen geschnitten. 

Das Öl wird im Topf erhitzt und anschließend werden die Zwiebeln darin glasig angedünstet. Das vorbereitete Gemüse wird zusammen mit den TK-Erbsen und den Lorbeerblättern dazu gegeben und mit 1,5 Liter Wasser aufgegossen. Bei mittlerer Hitze kann die Suppe nun köcheln. 

Die Zwiebel für die Fleischklöße wird in kleine Würfel geschnitten, anschließend wird die Petersilie gewaschen und gehackt. Alles wird nun mit dem Hackfleisch verknetet und zu aprikosengroßen Kugeln geformt. Die Fleischklöße kommen nun in die Suppe und werden für etwa 20 Minuten gargeköchelt. 

Vor dem Servieren werden die Lorbeerblätter entfernt. Anschließend wird der Sauerrahm hinzugegeben und eingerührt. Gewürzt wird mit Salz und Pfeffer, wahlweise noch mit Paprika. Ganz zum Schluss wird der Sauerkrautsaft eingerührt, der auch durch Molke oder Brottrunk ersetzt werden kann. 

Ciorb? de Praz – die klassische Lauchsuppe 

Eine gern verzehrte rumänische Suppe ist die Lauchsuppe, die traditionell ebenfalls gesäuert wird. Bei der Zubereitung wird der Lauch sautiert, während die dazugefügten Kartoffeln in Würfeln hinzugegeben werden. Als Garnierung kommen Schnittlauchröllchen hinzu, in einigen Regionen Rumäniens wird die Gemüsesuppe mit Fleischsorten verfeinert. Klein geschnittenes Rindfleisch aber auch die typischen Fleischklößchen können zum Einsatz kommen. 

An Gewürzen wird wieder auf Liebstöckel zurückgegriffen, Salz, Pfeffer und Zitronengras dienen der Harmonisierung des Geschmacks. Um der Suppe die Säure zu verleihen, wird Brottrunk, Sauerkrautsaft oder auch Smântâna verwendet, eine saure und dickliche Sahne, die in Rumänien gern zum Kochen genutzt wird. 

Rumänische Suppen einfach nachkochen 

Wer kulinarische Abwechslung liebt, sollte auf die Vielfalt der rumänischen Küche nicht verzichten. Es gibt zahlreiche Rezepte, die es möglich machen, rumänische Suppen nachzukochen und so ein Stück Tradition ins Land zu holen. Die passenden Zutaten lassen sich nicht nur in Rumänien, sondern auch hierzulande beschaffen. Da ein Schwerpunkt des typisch rumänischen Geschmacks auf der Säuerlichkeit der Suppen liegt, sind vor allem Sauerkrautsaft und andere Säuerungsmittel ein wichtiger Fokus bei der Herstellung.

Das Brot zur Beilage, was in Rumänien gereicht wird, heißt Paine de Casa und ist ein klassisches Weißbrot, was besonders saugfähig ist und daher Brühe und Eintopfsauce wunderbar aufnehmen kann. Suppen werden in Rumänien nicht standardmäßig als Vorspeise verzehrt, sondern können auch eigenständige Gerichte darstellen. Dies ist insbesondere bei Eintöpfen der Fall, die als Hauptgang serviert werden und mit Beilagen zu einer üppigen Mahlzeit verwandelt werden.