Viel zu wenig wird über die rumänische Küche berichtet, die jeden neuen Gast des Landes erstaunt, überrascht und vor allem begeistert. Rumänien ist zwar für seine Legenden um Dracula und Siebenbürgen bekannt, weniger aber für seine Küche. Zu Unrecht, denn ob früh oder spät, was in Rumänien auf den Tisch kommt ist mit Liebe gemacht und voller Geschmack. Ein gutes Beispiel ist der, in allen Teilen des Landes, geliebter rumänischer Speck. Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch Schleckermäuler in Rumänien, denn die Rumänen lieben ihren Speck.

Ein geräuchertes Gedicht


Er ist wirklich schon beinahe in Vergessenheit geraten, doch der Siebenbürger Speck ist eine traditionelle Köstlichkeit, die bei einem Besuch Rumäniens garantiert auf den Tisch kommt. Viele Monate hängt die Speckschwarte im Keller und gewinnt beinahe zusehend an Aroma. Wird sie dann einmal aufgeschnitten, kann kaum einer die Finger davon lassen. Oft erfolgt die erste Verköstigung direkt mit einem frisch geschnittenen und mit leicht gesalzener Butter bestrichenen Brot.


Zum Räucherspeck auf Brot braucht der Rumäne nichts anderes und auch in urigen Kneipen und Gastwirtschaften gehört die Speck-Brotzeit auf den meisten Karten dazu. Gern wird der Speck in Kombination mit rumänischem Käse serviert.

Rumänischer Speck – Produktion mit viel Liebe

In Rumänien läuft die traditionelle Speckproduktion mit viel Liebe und per Hand. In vielen ländlichen Regionen schlachten die Bauern ihre Tiere noch selbst und verwerten das Tier vollständig. Zuvor wird es, von den meist weiblichen Bäuerinnen, mit Liebe gehegt und umsorgt. Das kalorische Futter sorgt dafür, dass sich die typische Speckschicht bildet, die nachher so köstlich-knusprig auf dem Teller landet.

Vor vielen Jahrzehnten wurde rumänischer Speck in den Kirchen Siebenbürgens aufgehängt und an jedem Sonntag läutete eine kleine Glocke und rief nach den Frauen und Männern, um sich ihr Stück Speck für die Woche abzuholen. Butterpapier und Zeitungspapier wurden schon in der Woche gesammelt, damit das köstliche Gut sicher nach Hause transportiert werden konnte.

Während in den Hauptstädten Rumäniens teilweise modernere Herstellungsprozesse genutzt werden, ist in den ländlichen Regionen die liebevolle Herstellung des Specks bis heute Tradition. Und daher darf sich jeder rumänische Tourist darüber von Herzen freuen, wenn ihm vom Gastgeber ein Stück Brot und ein Stück echter, guter rumänischer Speck angeboten wird.

Die gute rumänische Bohnensuppe mit Speck


Ein typisches Rezept, was nur mit echtem rumänischen Speck so schmeckt, wie es schmecken soll!

Du brauchst Dafür:

900 g dicke, weiße Bohnen

400 g geräucherter rumänischer Speck

2 Zwiebeln und 4 Knoblauchzehen

1 EL Tomaten- oder Paprikamark

2 EL weißes Mehl

2 Paprika

200 ml Sahne

Salz, Pfeffer, Öl, Paprikapulver und Lorbeerblätter

1. Der Speck und eine Zwiebel werden zunächst in Würfel geschnitten. In der Pfanne erhitzt du Öl und brätst Zwiebeln und Speck gründlich an. Währenddessen kannst du die Bohnen im Sieb gründlich abwaschen.

2. Schneide die zweite Zwiebel in kleine Würfel und hacke die Knoblauchzehen. Brate die zweite Zwiebel und den Knoblauch in einem weiten Topf gründlich an und gib dann das Tomatenmark hinzu.

3. Gieße alles mit 700 ml Wasser auf und gib nun die Speck-Zwiebel-Würfel hinzu. Würze mit wenig Salz und Pfeffer, denn der Speck ist von Natur aus bereits salzig.

4. Gib nun die gespülten Bohnen und die Lorbeerblätter in den Topf und lasse die Suppe für etwa 30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln.

5. Kurz vor Ende der Garzeit bereitest du aus dem Mehl und etwas Öl eine Einbrenne zu, die du unter die Suppe rührst, zur Bindung.

6. Wenn die Suppe die gewünschte Konsistenz erreicht hat, schmeckst du alles mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver ab und gibst zum Schluss die Sahne dazu. Lasse die Suppe noch einmal aufkochen und serviere sie dann mit einem rumänischen Brot.